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Leben mit Kindern

Alltagsgeschichten

Kaugummitage oder: Wenn die großen Ferien ins Wasser fallen

Mal ehrlich. Wenn man an seine eigene Kindheit zurück denkt, dann waren die großen Ferien doch folgendes: Eine endlose Aneinanderkettung warmer Sommertage, an denen man den ganzen Tag mit seinen Freunden draußen die Umgebung unsicher gemacht hat und die schönsten Abenteuer des Jahres erlebt hat. Ein Tag war wärmer und sonniger als der andere und wenn es mal regnete, dann war das so ein lauer Sommerregen, durch den man mit Freude durchgelaufen ist.

Vielleicht war das damals tatsächlich so. Vielleicht sind meine Kindheitserinnerungen etwas verklärt. Ich weiß es nicht. Beim besten Willen nicht. Was ich definitiv weiß ist, dass der Gedanke an die großen Ferien der Mutter in mir jedes Jahr den Angstschweiß auf die Stirn zaubert. 6 Wochen Alleinunterhalter für die Zwerge. Wie soll ich das anstellen? Und dann kommt dieser kurze Moment, der jedes Mal für eine Nanosekunde aufleuchtet, in dem ich denke: Das wird großartig. Wir werden ganz viel Spaß haben. Wir werden ins Freibad gehen und ans Meer fahren und Eis essen und das Planschbecken wird 6 Wochen im Garten stehen und wir werden grillen und Fahrradtouren machen und die Kinder werden die ganze Zeit quietschvergnügt und überglücklich sein.

Dieser Moment hält nur sehr kurz an. Manchmal verdränge ich einfach, dass wir nicht in Spanien leben, sondern in Norddeutschland. Spätestens an Tag 2 der Sommerferien, an dem es pausenlos durchgeregnet hat, kehre ich zur Realität zurück und folgere nüchtern: Es wird anstrengend. Die nächsten 6 Wochen werden eine Aneinanderreihung von Kaugummitagen, die sehr früh beginnen, weil die Kleine einfach noch sehr früh wach wird, und sehr spät enden, weil die Große nicht ausgelastet ist und abends einfach nicht todmüde ins Bett fallen will.

Und dann gibt es diese besonderen Kaugummitage, an denen man merkt, dass die Stadtbücherei zu der man fahren wollte, an diesem Tag geschlossen hat, an dem die Kleine mittags keine Ruhe findet und mangels Mittagschlaf den restlichen Tag – sagen wir- eine Herausforderung ist. Und den ganzen Tag über klammert man sich nur an die Nachmittags-Verabredung der Großen, die dann (natürlich) eine halbe Stunde vorher von der Mama der Freundin wegen Erkältung abgesagt wird. Und während man auf Knien unter dem Wohnzimmertisch entlangrobbt, um unzählige Knetkrümel aufzusammeln, bevor sie via Strumpfexpress ins gesamte Haus getragen werden, fragt man sich: Wann, WANN sind die großen Ferien endlich vorbei?

Und dann, wenn man ganz am Boden ist, weil man die Monster nur noch mit Fingerfarbe und Schokolade im Zaum halten kann, passiert plötzlich ein Wunder. Der Himmel bricht auf, als wollte er ein Zeichen senden. Die Sonne kommt raus und die Monster wollen nur eins: raus! Und sie spielen im Garten und lachen und toben und verwandeln sich plötzlich wieder in ausgelassene Kinder. Und mit allerletzter Kraft schafft man es, sich einen Kaffee zu machen und ein Eis aus der Truhe zu holen und lässt sich langsam in den Gartenstuhl sinken, um Kraft zu schöpfen für die nächsten Kaugummitage.

Geht es euch auch so? Wie erlebt ihr die großen Ferien?

Ich freu mich über eure Kommentare.

Eure Peppa

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Tipps für Alltagshelden

10 Aktivitäten mit denen du deine Kinder bei Sommerwetter glücklich machst

Herrlich! Endlich ist der Sommer bei uns angekommen. Lange lange mussten wir dieses Jahr auf warmes Wetter warten oder zumindest kommt es mir so vor. Weil dieses bombastische Sommerwetter natürlich ausgenutzt werden muss, habe ich heute 10 Tipps für Aktivitäten, die bei warmem Wetter jedes Kinderherz höher schlagen lassen.

  1. Eis selbst machen: Eis gehört zum Sommer dazu wie Mayo zu Pommes. An einem warmen Sommertag bleibt es meist auch nicht bei einem Eis- weder bei Kindern noch bei Eltern. Der heimische Vorrat schrumpft meist schneller als man gucken kann. Noch viel mehr Spaß als Eis essen macht es allerdings da Eis selbst zu machen. Glücklich sind dabei diejenigen, die eine Eismaschine haben. Aber auch ohne Eismaschine muss man nicht auf selbstgemachtes Eis verzichten. Im Internet finden sich zahlreiche Rezeptideen, die auch ohne Maschine funktionieren. Einfach mal ausprobieren.
  2. Einen Spielplatz mit Pumpe besuchen: Kinder lieben Wasser. Kinder lieben Sand. Aber am allermeisten lieben Kinder Matschepampe aus Sand UND Wasser. Wer keine Lust hat, die heimische Sandkiste zu fluten, um im Anschluss die matschigen Kinderfüße die ganze Zeit durchs Wohnzimmer trippeln zu sehen, ist mit einem Spielplatzbesuch mit Wasserpumpe gut bedient. Hier können Suppen gekocht und Staudämme gebaut werden und man darf sich mal so richtig dreckig machen. Tipp: Meist werden die Kinder in diesen verführerischen Schlammkuhlen so richtig richtig dreckig. Also an genügend Wechselklamotten denken und am besten alte Sachen anziehen. Die Schlammflecken gehen manchmal nicht mehr so gut raus.
  3. Eine Geocaching-Schatzsuche machen: Schatzsuchen machen alle Kinder gern. Seit es Geocaching gibt, ist die spontane Schatzsuche besonders schnell gemacht. Alles was du brauchst ist eine Geocaching App, die du dir auf dein GPS-fähiges Handy runterlädtst. Schon kannst du nach Schätzen in deiner Umgebung suchen. Hast du erst einmal einen Cache ausgewählt (so heißen die „Schätze“ beim Geocahing) ist die Schatzsuche via App  kinderleicht und auch schon für Kindergartenkinder (in Begleitung) durchführbar. Die Kinder sind mit Feuereifer dabei und wenn am Ziel dann tatsächlich eine kleine Kiste mit einem Logbuch und vielleicht noch ein bisschen Krimskrams versteckt ist, ist die Freude riesig und der nächste Cache zum Finden schnell ausgewählt. Wenn du jetzt Lust aufs Geocaching bekommen hast, kriegst du hier ganz viele Infos dazu: https://www.geocaching.de/
  4. Ein Planschbecken für die Kleinsten aufstellen: Die meisten Tipps in dieser Aufzählung richten sich an Kinder, die zumindest laufen können. Aber auch die Allerkleinsten wollen ihren Sommerspaß. Wenn du ein Baby oder Kleinkind hast, reicht schon ein kleines Planschbecken mit ganz wenig Wasser, in dem man mit den Händen oder Füßen patschen kann. Noch mehr Spaß macht das ganze mit einer kleinen Gießkanne oder Spritztieren. Viel mehr braucht es nicht, um die Kleinsten glücklich zu machen. Und das Beste: Ein winziges Planschbecken hat auch auf einem Balkon Platz.
  5. Eine Wasserbombenschlacht machen: Für die Größeren darf es ruhig etwas wilder zugehen. Die Heldin oder der Held deiner Kinder bist du ganz sicher, wenn du (freiwillig :-)) einen Schwung Wasserbomben kaufst und den heimischen Garten für die Wasserschlacht zur Verfügung stellst. Bei diesem Wetter kann man einfach mal alle fünfe gerade sein lassen. Und wenn du ehrlich bist,  tut es ja schon gut, wenn man mal eine Bombe an die Beine bekommt und sich so richtig abkühlen kann.
  6. Einen Ausflug in den Wald machen: Wenn die Hitze unerträglich wird und alle Sonnenaktivitäten zu viel sind, hats du vielleicht Lust auf einen Ausflug in den Wald oder einen schattigen Park. In vielen Wäldern und Parks gibt es Naturlernpfade, die man sehr gut mit Kindern machen kann und auch Spielplätze sind oft besonders schattig gelegen. Natürlich kannst du deinen Waldausflug auch mit einer Schatzsuche a la Geocaching verbinden. Und damit deine Lieben zwischendurch was zu knabbern bekommen, packst du natürlich unsere Brotdose von Sugerbooger ein 😉
  7. Eine Fahrradtour zur Eisdiele machen: Fahrradfahren ist bei diesem Wetter natürlich immer toll, egal wohin es geht. Der Fahrtwind kühlt so schön und man schwebt über die Straße. Noch mehr Spaß macht eine Fahrradtour allerdings, wenn am Ende ein leckeres Eis lockt. Damit kriegt man auch Bewegungsmuffel überzeugt.
  8. Stockbrot machen: Was gibt es schöneres als nach einem heißen Sommertag den Abend bei Stockbrot am Lagerfeuer ausklingen zu lassen. Klingt nach Aufwand, ist aber halb so wild. Stockbrotteig ist schnell gemacht. Guck mal im Internet nach einem Rezept. Ein Lagerfeuer lässt sich im heimischen Garten gut in einer Feuerschale machen. Stöcker kannst du entweder in der Natur suchen (oder von deinem Waldausflug mitbringen) oder aber du kaufst Bambusstäbe (Gartencenter, Baumarkt). Bambusstäbe haben den Vorteil, dass sie gerade sind und eine glatte Oberfläche haben. Dafür haben sie weniger Ferienlager-Charme. So oder so kommt beim Stockbrot machen sicher Ferienlaune auf.
  9. Eine Nachtwanderung machen: Wenn die Sonne eure Kinder tagsüber geschafft hat und sie vielleicht sogar drinnen Schutz vor der Sonne gesucht haben, ist der späte Abend die ideale Zeit, um nochmal die abklingende Wärme zu genießen. Was spricht da gegen eine Nachtwanderung? Mit Taschenlampen bewaffnet geht es auf Fledermaussuche. Abenteuer-Feeling pur.
  10. Erdbeeren pflücken: Sommerzeit ist Erdbeerzeit. In vielen Regionen gibt es Erdbeerfelder, auf denen man die teuflisch süßen Früchte selbst pflücken kann. Ein Highlight für alle Kinder, vor allem, weil naschen meist erwünscht ist. Die Selbstpflückzeit variiert von Jahr zu Jahr je nach Wetter und liegt meist zwischen Ende Mai und Ende Juli. Am besten einmal im Internet schauen, was in deiner Region angeboten wird. Oft gibt es auch einen Selbstpflück-Newsletter, der darüber informiert, wann die Saison bei dir losgeht.
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